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Noch sind sie ein recht seltenes Bild in Deutschland und das Ausmaß ihres Nutzens den meisten nicht klar. Die Assistenzhunde. Der Vertreter, der wohl den meisten ein Begriff ist, ist der Blindenhund. Aber dieser ist nur die Spitze des Ganzen. Hunde können noch viel mehr. Ob es Anzeigen des Blutzuckerspiegels für Diabetiker, das Anzeigen von Autos für Gehörlose oder die Wäsche ausräumen für einen Rollstuhlfahrer ist, Hunde können vielen Menschen helfen.

Ich arbeite seit 2014 mit Hunden, erst als Betreuer, dann als Trainer und bin jetzt dabei mich auf das spannende Feld des Assistenzhundetrainings zu konzentrieren. Meine Ausbildung zum Trainer habe ich bei der ATN (Akademie für Tier Naturheilkunde) absolviert.

Hunde können vielen Menschen ein großes Stück Lebensqualität geben, das ihnen durch ihre Beeinträchtigung fehlt. Sie können dabei aber auch noch viel mehr. Etliches lässt sich heutzutage auch mit technischen Hilfsmitteln ausgleichen, doch lange noch nicht alles. Das wichtigste aber, was ein Hund als Bonus obendrauf gibt, ist sein emotionaler Wert. Er gibt Menschen einen Einstieg ins Leben auf praktischer und auf seelischer Ebene und das Beste daran ist, es macht ihm auch noch Spaß!

Das hört sich super an und ist es auch! Aber das klappt nur dann, wenn es auch der richtige Hund für den richtigen Menschen mit der richtigen Aufgabe und der richtigen Ausbildung ist. Das Leben eines Assistenzhundes ist ein anderes als das eines Familienhundes. Es kann mitunter stressiger sein, anstrengender und herausfordernder. Damit der Hund trotzdem ein schönes Leben hat, müssen viele Parameter stimmen und auch der dazugehörige Mensch gut ausgebildet sein. Mein Anliegen ist es, glückliche Teams zusammen zu bringen und zu trainieren, ohne Druck, Zwang oder gar Gewalt, mit modernen positiven Trainingsmethoden.

Das alles ist leider auch sehr Zeit- und damit Kostenintensiv. Eine solche tierische Assistenz wird nicht in jedem Fall von der Krankenkasse übernommen, der einzige fest bei den Krankenkassen verankerte Hund ist der Blindenhund.

Ein wichtiger Aspekt einer guten Schule ist die Transparenz und die Inklusion, also die Teilhabe des späteren Lebenspartners des Hundes am Training. Das Ziel ist, den Beeinträchtigten so weit wie möglich ins Training mit einzubeziehen. Um das zu gewährleisten ist es der Plan barrierefreie Trainingsmöglichkeiten zu schaffen. Ein Gelände auf dem sowohl Rollstuhlfarer als auch blinde Menschen zurechtkommen und sich am Training beteiligen können und das bei jedem Wetter. Es bedarf also Platz an der frischen Lust und in einem überdachten Bereich.

Um mit einem Hund richtig umgehen zu können, ist auch eine theoretische Ausbildung der Halter nötig, auch dafür werden Räume benötigt in denen Unterricht abgehalten werden kann.

Ein wichtiger Faktor ist auch die richtige Zusammenführung der Partner. Ich möchte den Teams erst einmal die Möglichkleit geben sich kennenzulernen, bevor sie mit dem Training anfangen. Das sollte in einer positiven Athmosphäre mit Geduld und Zeit geschehen können.

Um all das gewährleisten zu können, ist es mein Wunsch einen Hof aufzubauen auf dem Menschen und Tiere zusammen finden können. Ich möchte einen alten Hof zu einem barrierefreien Ausbildungszentrum für Hunde sowie für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung aufbauen.

Die Schule für Menschen ohne Beeinträchtigung soll auch ein finanzieller Pfeiler der Schule sein, der Geld dafür sammelt, Hunde auszubilden für Menschen die sie brauchen sich aber nicht leisten können. Um das Projekt starten zu können, fehlt es mir aber noch ein wenig am nötigen Kapital. Deshalb hoffe ich auf viele Menschen, die den Nutzen dieses Projektes sehen und einen kleinen Beitrag dazu leisten wollen.