Aus Kommando

Das Kommando ‘Aus’ wird inzwischen teilweise abgelöst von einem freundlicher klingenden Kommando wie beispielsweise ‘Danke’. Das liegt daran, dass klassisch das Wort ‘Aus’ oft als Art Verbot ausgesprochen wird. Darum geht es aber in einem so aufgebauten Kommando gar nicht. Dem Hund wird nichts verboten sondern ein bestimmtes Verhalten abverlangt. Er soll sein Maul öffnen und loslassen, was er im Fang trägt.

Dieser Aufbau kommt mit sehr wenigen Hilfsmitteln aus. Es handelt sich nicht um einen ganz klassischen Aufbau über Tauschen. Wir tauschen ja nichts sondern bleiben beim gleichen Spielzeug. Es wird rein über soziales miteinander eingeübt. Es wird mit dem Kommando ‘Aus’ angekündigt, was der Mensch als nächstes tut. Dann ist es am Hund zu überlegen, was er tun kann um darauf zu reagieren. Ist der Hund in Spiellaune, wird er versuchen das Spiel am laufen zu halten. Wenn er bei dieser Überlegung den Gegenstand loslässt, wird dies belohnt mit einem Fortsetzen des Spiels.

Nicht bei jedem Hund klappt dieser Aufbau. Manche Hunde sind entweder zu hartnäckig und lassen einfach nicht los oder aber sie sind schnell zu frustriert und beenden das Spiel einfach selbst. Dann muss die Übung angepasst werden oder ein anderer Aufbau gewählt werden wie zum Beispiel der Aufbau über Tauschen.

Ist der Hund sehr hartnäckig kann es gut sein, das Kommando doch erst später zu geben, wenn der Hund bereits etwas entspannt. So ist die Zeit zwischen Kommando und Verhalten nicht so lang. Dafür ist es aber auch nicht mehr eine direkte Ankündigung des menschlichen Verhaltens, da dieser bereits vorher mit dem Ziehen aufgehört hat ohne dies anzukündigen.

Beendet der Hund das Spiel sehr schnell, kann die Motivation gesteigert werden. Das Spiel kann intensiver oder länger werden oder der Gegenstand wird attraktiver.

Im Verlauf des Drehs wurden wir einige Male von Hunden unterbrochen, und wir haben zwischendurch pausiert, damit die Motivation und Konzentration hoch bleibt. Deshalb ein paar mehr Schnitte.

Chronologisch ist alles in der richtigen Reihenfolge. Es ist gut zu sehen, wie die Abstände zwischen dem Kommando und dem Loslassen immer kürzer werden. Außerdem ist eine Änderung in ihrer Körperspannung zu sehen wenn das Kommando gegeben wird. Das war das Training eines Spaziergangs. Damit das Kommando richtig sitzt, muss diese Übung oder andere öfter an verschiedenen Tagen, mit verschiedenen Gegenständen und an verschiedenen Orten durchgeführt werden.

Es lohnt sich auch, neben diesem Aufbau ebenso den Aufbau über Tausch zu trainieren. Das Wort hat dabei die gleiche Bedeutung und kann durch abwechslungsreicheres Training besser gefestigt werden.

Mit dem Marker (‘top’) gebe ich in diesem Video teilweise recht spät. Ich warte bis Indie wirklich abgelassen hat vom Stock und nicht nur den Fang öffnet. Wird der Marker exakter beim öffnen gegeben, kann die genaue Bewegung belohnt werden.

Der Aufbau ist recht dynamisch. So macht das Training auch viel Spaß. Mit anderem ruhigerem Aufbau und einem exakteren Marker, kann ein exakteres Verhalten geformt werden. Beim Formen würden dann die Muskelbewegungen im Kiefer belohnt. Für den Alltags Hund ist eine solche Genauigkeit jedoch meistens nicht nötig.

Zwischendurch spiele ich im Video auch ohne Stock. Jeder Hund spielt etwas anders. So wie ich mit Indie spiele könnte ich nicht mit Shorty spielen. Ihm wäre das zu rau und zu viel Körperkontakt. Zwischendurch greife ich Indie auch ums und aufs Maul. Das sollte nicht mit einem Schnauzengriff verwechselt werden! Den Unterschied dazu macht der Gesamtausdruck beider spielenden.

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